Musical-Premiere – Disneys Der Glöckner von Notre Dame!

Vergangenen Sonntag ging es für mich relativ spontan zur Musical-Premiere von Disneys Glöckner von Notre Dame nach Berlin ins wunderschöne Theater des Westens. Egal ob König der Löwen, Tarzan oder Aladdin, Disney Musicals begeistern seit vielen Jahren die Zuschauer. Ob sich ein Besuch beim Glöckner von Notre Dame lohnt, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Uraufgeführt wurde das Musical bereits 1999 zur Eröffnung des Theaters am Potsdamer Platz. 18 Jahre später feiert die Neuinszenierung nun Premiere im Theater des Westens.

Die Geschichte

Im Mittelpunkt stehen die schöne Zigeunerin Esmeralda und der bucklige Quasimodo, der seine Tage im Glockenturm von Notre Dame verbringt. Ab und zu wird er von seinem Ziehvater Claude Frollo besucht. Quasimodo wünscht sich nichts sehnlicher, als Notre Dame verlassen zu können. Er fragt sich, wie ein Leben außerhalb des Glockenturms wäre.

Eines Tages verlässt er den Glockenturm, um das jährlich stattfindende Narrenfest zu besuchen. Dort trifft er auf Esmeralda, die ihn auf die Bühne zerrt. Quasimodo wird daraufhin verspottet und verprügelt. Hauptmann Phoebus macht das Chaos perfekt: eigentlich soll er Frollo dienen und die Zigeuner aus Paris vertreiben. Er verliebt sich allerdings in Esmeralda. Eine irrwitzige Jagd beginnt und Quasimodo muss sich entscheiden, wem seine Loyalität gilt.

Die Inszenierung

Begonnen hat der Abend mit einer kleinen technischen Panne, die glücklicherweise schnell wieder behoben werden konnte. Durch das dramatische Schauspiel, war die Panne allerdings auch schnell vergessen. Die Neuinszenierung hat mit dem niedlichen Disney-Film nicht mehr viel zu tun und ist für jüngere Kinder eher nicht zu empfehlen. Etwas zu Schmunzeln gibt es dennoch hin und wieder und am Ende auch einen Hoffnungsschimmer, allerdings ohne Happy End. Das Bühnenbild ist opulent und glänzt mit technischer Raffinesse. Man hat allerdings nie das Gefühl, das die Darsteller vom Bühnenbild erdrückt werden.

Die Rollen

Am Premierenabend überzeugte vor allem Hauptdarsteller David Jakobs. Der Part des Quasimodo verlangte ihm ein sehr körperliches Spiel ab, welches er scheinbar mühelos meisterte. In seinem grünen zerfetzten Umhang, mit seinem irren Blick, der immer wieder ins Zärtliche kippt und die ganze Dramatik dieser Figur darstellt, überzeugte er komplett.

Sarah Bowden überzeugt als Esmeralda mit einer ungeheuren Bühnenpräsenz und einem vollen Sophran, der bis in die hohen Höhen leuchtet.

Maximilian Mann, den ich bereits als Kaiser Franz Joseph im Musical Elisabeth bewundern durfte, harmoniert perfekt mit Sarah Bowden. Es war wieder eine Freude seinem schönen Tenor zu lauschen.

Felix Martin legt den Erzdiakon Claude Frollo als abgrundtiefen Fiesling und herrschsüchtigen Geistlichen an. Er lässt aber auch immer wieder die Zerrissenheit der Figur aufblitzen.

Jens Jahnke füllt die Rolle des Zigeuner-Königs hervorragend aus.

Das komplette Ensemble und das Orchester sorgen für Gänsehautmomente.

Fazit

Das Musical war ein voller Erfolg und wurde mit Standing Ovations und minutenlangem Applaus belohnt. Auch wenn es kein Happy End gibt, fand ich das Musical super schön und ich hatte einen wundervollen Abend. Wenn ihr die Gelegenheit habt, schaut es Euch doch einmal an.

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